„Wir sind alle Berliner“ – Exhibition at SAVVI Contemporary
Dieses Werk erinnert daran, dass die Belgische Regierung während der Kolonialherrschaft im Kongo Schwarzen Menschen, die Widerstand leisteten, zur Strafe Hände oder Füße amputieren ließ. Bis heute wird in Belgien Schokolade in Form von menschlichen Körperteilen als traditionelle Süßigkeit verkauft – ungeachtet der gewaltvollen Geschichte, die sie symbolisieren.
Der Krieg der europäischen Kolonisten gegen die indigene Bevölkerung Nord-Amerikas war schrecklich brutal. Aber eine Methode, die sie eingesetzt haben, schockt noch mehr als das blutige Gemetzel: Das Verschenken von mit Pocken kontaminierten Decken und Leinen. Das Virus verursacht eine Krankheit, die entstellende Narben, Blindheit und Tod verursacht.
Eine Serie aus Kollagen über die koloniale Ausbeutung Süd Afrikas durch Burische Familien und korrupte Politik
Die Serie beginnt mit einem Familienportrait der kolonialen Eigentümer*innen und endet mit einem Gruppenbild der Arbeiter einer Fabrik
„Was wird erinnert und was nicht?“
In einem Eckzimmer stellt eine Installation das fiktive Kinderzimmer von Beate Zschäpe dar.
Das Video im Fernseher spielt ein VHS Tape ab. Zu sehen ist ein selbstgedarstellerisches Amateurvideo von drei Teenagern, die später unter dem Namen „National Sozialistischer Untergrund“ bekannt werden sollten.  Der NSU beging zwischen 2000 und 2006 neun rassistisch motivierte Morde, die von den deutschen Medien abfällig als „Dönermorde“ bezeichnet wurden. Die Haupttäter, die Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, begingen am 4. November 2011 Suizid. Ihre Komplizin Beate Zschäpe verschickte Bekennervideos; seitdem wird die Mordserie dem NSU zugerechnet. Sie stellte sich am 8. November 2011 der Polizei und musste sich ab Mai 2013 als mutmaßliche Mittäterin im NSU-Prozess verantworten.
Thabiso Sekgala — Paradise | 2014 | Photoabzüge | Zur Verfügung gestellt von: Goodman Gallery South Africa || Thabiso Sekgala wurde in Johannesburg geboren, wo er im Market Photo Workshop Photographie studierte. Er hatte Einzelausstellungen in Johannesburg, Berlin und Brüssel und hat seine Arbeiten in internationalen Gruppenausstellungen gezeigt. 2013 erwarb er Residenzen im Künstlerhaus Bethanien in Berlin sowie bei HIWAR/Durant Al Funun in Amman. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit den Themen Verlassen, Erinnerung, Politik des Raums sowie mit Konzepten von Heimat. Der Künstler stellte fest:

“Die Photographie inspiriert mich dadurch, dass ich menschliche Erfahrungen betrachte — seien sie gelebt oder erdacht.“ Sekgala beschrieb seine Arbeit als “die Anhäufung der Untersuchungen von Erinnerung, Raum und damit zusammenhängend der Selbst-Imagination“.

Thabiso Sekgalas Arbeiten wurden in der Berliner Gallerie SAVVI Contemporary zum Thema Wir sind alle Berliner 1884 2014 — In mahnendem Gedenken an die Berliner Kongokonferenz ausgestellt.

Thabisow Sekgala hat sich noch während der Ausstellung seiner Arbeiten “entschieden diese Welt zu verlassen”.