Justice For Mbobda – Demonstration

Nach Polizeiangaben haben am 25. Mai rund 700 Menschen an diesem Protest durch die Innenstadt Hamburgs teilgenommen. In Solidarität mit der Familie (Bild 2) von Tonou Mbobda und gemeinsam einer der PatientInnen (Bild 1) des UKE, die ZeugInnen des tödlichen Angriffs wurden, die Polizei gerufen haben und trotz Nötigungsversuchen der Universitätsklinik Eppendorf gegen die Täter ausgesagt haben – haben sich nicht nur Menschen der Schwarzen- und migrantischen Community aus  Hamburg, Berlin, Bremen, Hannover und anderen Orten zusammen gefunden, um Gerechtigkeit zu fordern. Das NDR Hamburg Journal spricht von rund 1.000 TeilnehmerInnen. 

Ich habe mich krass gefreut so viele von euch bei der Demo in Hamburg zu treffen, auch wenn uns Gewalt und Trauer zusammen gebracht haben. Ich will nicht mehr in die Gesichter von Menschen sehen müssen, die ihre Geschwister, Freund*innen und Partner*innen nie wieder sehen werden. Ich will nicht mehr darum bitten, dass Leute ihre Privilegien erkennen und nutzen, um einen Kampf zu supporten, den sie nicht als ihren eigenen verstehen.

Ich will keine neuen Namen von Menschen hören, die angegriffen wurden oder deswegen nicht länger am Leben sind. Aber ich bin dankbar für die Verbundenheit, die ich fühlen kann, wenn mich Leute umarmen, denen ich vor kurzem vielleicht sogar zum ersten Mal persönlich begegnet bin Aaliyah, Arsu, Yezenia und so viele andere, die immer wieder am Start sind.

I appreciate all of you relentlessly. Alle, die an diesem Samstag zusammen traurig, wütend, laut und schweigsam waren. Alle, die sich vielleicht nur von Weitem oder im Vorbeigehen gesehen haben, ohne zu grüßen, weil sie einfach nicht im modus waren. Alle, die möglich und deutlich gemacht haben, dass wir an diesem Tag nicht allein waren: Danke! I want you to know that I see U, I love U, I love Us 🖤