BLM Protest 2018 – Auftaktkundgebung

Auch in diesem Jahr wurde durch den Black Lives Matter Berlin Protest wieder sichtbar, wer unsere Bewegungen beflügelt und den Kampf um Gerechtigkeit seit dem ersten Tag fortsetzt. Frauen *, queere und nicht-binäre Menschen stehen bei BLM an vorderster Front, und es ist wichtig das anzuerkennen – so wie es Maureen Maisha Auma in ihrer schönen Rede im Jahr 2016 getan hat:

„Schwarze Menschen. Ich liebe euch. Ich liebe uns. Unser Leben ist wichtig, Black Lives Matter“.

Patrisse Cullors teilte diese Aussage und teilte ihrerseits ihre Trauer und Liebe und ihr Mitgefühl für all unsere Verluste mit, indem sie zum ersten Mal den Hashtag #BlackLivesMatter verwendete. Im Anschluss daran entfachten Alicia Garza, Patrisse Khan-Cullors und Opal Tometi, die bereits tief in den Aktivismus der Black Community verankert waren, den Funken für diese Bewegung, die wir jetzt als „The Black Lives Matter Movement“ kennen.

Das sind drei schwarze Frauen! Alicia Garza, Patrisse Khan-Cullors und Opal Tometi sind drei queere Schwarze Frauen. Ihre Community Care, ihr Anteilnahme und ihr Engagement sind tief geprägt von ihren intersektionellen Kämpfen. Wir müssen aufhören, das wegzulassen! Wir müssen aufhören, wichtige Teile unseres und des Lebens jedes anderen wegzulassen!

Wenn einer von uns nicht frei ist, dann sind wir alle nicht frei.

Deshalb betonen intersektionale Schwarze Projekte wie das BYP Black Youth Project 100:

#BlackDisabledLivesMatter

#BlackIncarceratedLivesMatter

#BlackQueerLivesMatter

#BlackTransLivesMatter

#BlackImmigrantLivesMatter

#BlackRefugeeLivesMatter

#BlackGirlsMatter

Unsere Leben sind intersektionell, unsere Kämpfe sind miteinander verbunden.

Wenn einer von uns nicht frei ist, sind wir alle nicht frei!“

Redebeiträge bei der Auftaktkundgebung von

Peggy Piesche

Die Schwarze Widerstandsgeschichte ist in Deutschland maßgeblich von Schwarzen Frauen mitbegründet worden, Schwarzen lesbischen Frauen um genau zu sein.

Der Aktivismus und die Arbeit von Frauen wie May Ayim, Katharina Oguntoye oder Peggy Piesche hat den Weg geebnet für all die nachkommenden Generation von Schwarzen Menschen in Deutschland. Für Menschen wie uns. Dank ihrer Arbeit muss unsere Generation nicht mehr die selben Kämpfe im selbem Maße kämpfen. 

Dennoch: Es gibt noch viel zutun. Das Wissen Schwarzer Frauen in Deutschland ist dabei zentral für die Existenz und die Formierung der Schwarzen Bewegung in Deutschland. 

Im deutschen Fall sind Schwarze lesbische Aktivistinnen der 1980er Jahre nicht nur der Motor für die Formulierung eines Schwarzen feministischen Standpunktes in Deutschland gewesen. Sie haben auch die Impulse und Strukturen für die Entstehung einer organisierten Schwarzen Gemeinschaft geschaffen. Die Wissensproduktion über ›Schwarzsein in Deutschland‹ ist nachhaltig geprägt von den Visionen, Begegnungen, dem Austausch und den kritischen Reflexionen Schwarzer Aktivistinnen*.

Esther Kondo

Poetry von Esther Kondo. Esther ist eine Afrodeutsche Frau die seit 2012 in Berlin lebt. Nach dem Tod ihrer Mutter zog sie im Alter von 8 Jahren mit ihrem Vater und ihrem Bruder nach Mombasa, Kenia.

Mit neun Jahren entdeckte sie das Schreiben als einen Weg, um mit dem Verlust und dem Trauma fertig zu werden, dass sie erlebte hatte. Schreiben ist für sie ein Werkzeug, um ihre Umwelt wahrzunehmen zu analysieren aber auch um mit sich und der Umgebung zu kommunizieren.

Adalca Thomás

Als Aktivistin, Linguistin und Tourismuswirtin in Berlin wird Adalca Thomás tagtäglich Zeugin von institutionellem Rassismus und Fremdzuschreibungen. In ihrem Redebeitrag teilt sie nicht nur ihre Analysen sondern erinnert uns auch daran, wie weit wir durch unsere Kämpfe und unseren Widerstand bereits gekommen sind.

Menina Morenike

Menina Morenike ist eine Schwarze afrodeutsche Künstlerin und Aktivistin.

Sie studiert Rechtswissenschaften an der HU Berlin um ihren Traum einer diskriminierungsfreien und machtsensiblen Welt zu verwirklichen. Als Landesvorsitzende der Falken Berlin beschäftigt sie sich mit herrschaftskritischer, machtkritischer politischer Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen und organisierte mit ihrer Schwester Chima Ugwuoke, der Initiatorin von Audream, das Festival IN*VISION.